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Veranstaltung nützt auch der "City"

Bergkamen. (hb) Auch beim 10. Mal hat der Bergkamener Gesundheitstag nichts von seiner Attraktivität verloren. Über 3000 Besucher lockte der breite Mix aus Informationen und Unterhaltung am Samstag auf den Zentrumsplatz.

(WR)
Frank Klesz ist fest davon überzeugt, dass solche Veranstaltungen mit Breitenwirkung weit über die Stadtgrenzen hinaus Bergkamen und vor allem dem Stadtzentrum guttun.

Nicht wenige wollten es genau wissen und "stiegen" in das "Gesundheitskarussell". Binnen weniger Minuten gab es nach einem kleinen Piekser alles Wissenswerte über Blutzucker und Cholesteringehalt, es wurde der Blutdruck gemessen oder die Hörfähigkeit getestet. Erstmals stand das Körperfett auf dem Prüfstand; vorausgesetzt man war bereit, sich dafür Schuhe und Strümpfe auszuziehen.

Etwa 200 Frauen und Männer seien es wieder gewesen, die sich haben durchchecken lassen, erklärte Hauptorganisator Frank Klesz. Manchmal gibt es dabei sogar richtige böse Überraschungen. "Wir haben bei dieser Aktion schon einige versteckte Zuckerkrankheiten entdeckt", berichtete der Sonnen-Apotheker. Glücklicherweise war es jeweils noch früh genug gewesen. "Wenn Zucker nicht rechtzeitig erkannt wird, hat das sehr schlimme Folgen."

Rund 80 Aussteller und Selbsthilfegruppen boten ein breites Informationsspektrum rund um das Thema Gesundheit. Erstmals dabei war ein Bestattungsunternehmen. Eine echte Premiere gab es auch bei den Bergkamener Pflegeheimen, die diesmal an einem Gemeinschaftsstand über ihre Dienstleistungen informierte. Sogar die Angebote, die etwas abseits vom Zentrum des Geschehens lagen, etwa das Softtennis des TC Rot Gelb oder die kleine Bogenschießanlage, die die Sportbogenschützen des SV Bergkamen im Wasserpark aufgebaut hatten, fanden regen Zuspruch.

Natürlich waren auch jede Menge Leute gekommen, die gar nicht in Verdacht stehen, in absehbarer Zeit krank oder gebrechlich zu werden: Junge Leute zum Beispiel, die vor allem das von Immo Reinermann moderierte Bühnenprogramm anzog. Viele Akteure auf den "Brettern" zeigten, wie man sich "nebenher" fit halten kann: durch lateinamerikanische Tänze zum Beispiel oder in einer der Tanzgruppen des Kinder- und Jugendhauses "Balu".

Wichtig war für Frank Klesz neben den gesundheitsfördernden Aspekten vor allem den auswärtigen Besucherinnen und Besuchern zu zeigen: "Bergkamen und vor allem ihre City ist gar nicht so schlimm." Gerade Mittelzentren wie die Nordbergstadt, die in Konkurrenz zu Oberstädten wie Dortmund ohnehin einen schweren Stand hätten, brauchten solche Aktionen. Ein dickes Lob sprach er in diesem Zusammenhang der Stadt Bergkamen aus, die inzwischen Mitveranstalter des Gesundheitstags ist. Sie habe alle nur erdenkliche Unterstützung für diese Veranstaltung gegeben und sei darüber hinaus sehr rührig, mit "Events" wie den Kultursommer die Innenstadt zu beleben.

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